Vom Funktionieren zum Fühlen
Es gab eine Zeit, in der ich mehr funktioniert habe als gelebt.
Ständig in Bewegung. Immer im Außen.
Immer dabei, Erwartungen zu erfüllen – von anderen und von mir selbst.
Vielleicht kennst Du das auch:
Du willst ruhig bleiben und reagierst doch anders, als Du es dir wünschst.
Du bist ständig im Tun. Im Denken. Im Funktionieren.
Und irgendwo auf diesem Weg ist ein Teil von Dir verloren gegangen.
Das Leben ist nicht planbar.
Und wir haben nicht immer Einfluss auf das, was passiert.
Aber wir haben Einfluss darauf, wie wir damit umgehen.
Durch den unverschuldeten tödlichen Verkehrsunfall meiner Eltern habe ich auf schmerzhafte Weise gelernt:
Das Leben findet JETZT statt.
Nicht, wenn alles erledigt ist.
Nicht, wenn es endlich ruhiger wird.
JETZT.
Ich habe begonnen, mein inneres Erleben wirklich zu verstehen.
Dieses Bewusstsein und die Verbindung zu mir selbst
haben mein Leben Schritt für Schritt neu ausgerichtet.
So konnte ich langsam vom galoppierenden Pferd absteigen.
Mit der Zeit kamen Dinge zurück, die lange leise waren:
• Präsenz
• Leichtigkeit
• Gelassenheit
• Flexibilität
• Dankbarkeit
Ich habe gelernt, innezuhalten.
Zu spüren, statt einfach weiterzumachen.
Ich habe begonnen, Verantwortung für meine Reaktionen zu übernehmen. Meine Energie zu schützen und Grenzen zu setzen.
Und vor allem habe ich verstanden,
dass ich nicht erst am Ende des Tages wichtig bin.
Sondern mittendrin.
Dann wurden meine Kinder größer. Mit ihren Gefühlen. Ihrem Tempo. Ihren Stürmen.
Sie haben mich gelehrt, wie wertvoll Verbindung ist - mit ihnen und vor allem mit mir selbst.
Ein Moment, der mir das besonders gezeigt hat:
Ein ganz normaler Morgen.
Ein umgefallenes Wasserglas.
Früher hätte das gereicht, um mich innerlich über mein Limit zu katapultieren:
hoher Puls, schnelle Atmung und das Gefühl: Alles bricht über mir zusammen.
Heute bleibe ich ruhig.
Nicht, weil ich perfekt bin,
sondern weil ich verstehe, was in mir passiert:
Es ist nicht das Wasserglas, das stresst.
Es ist mein Nervensystem, das reagiert.
Und ich kann lernen, es zu regulieren, statt von ihm gesteuert zu werden.
Diese eine Erkenntnis hat alles verändert:
Über das Gefühl komme ich zurück in Verbindung
– mit meinem Kind und mit mir.

Ich halte heute die Zügel in der Hand.
Nicht perfekt, sondern bewusst.
Mit Wärme. Mit Tiefe.
Mit einem Herzen, das ruhiger schlägt.
Und genau das ist auch für Dich möglich.
Ich begleite Dich dabei, Dein Tempo wieder selbst zu bestimmen.
Raus aus dem Funktionsmodus.
Rein in Verbindung, Ruhe und Selbstvertrauen.
Zurück in ein Leben, das Du nicht nur managst, sondern wirklich spürst.
Du musst nicht perfekt sein.
Du darfst präsent sein.
Denn Verbindung ist das schönste Zuhause.
Und genau hier beginnt Dein Weg.
Wenn Du Dich darin wiedererkennst, nur noch zu funktionieren,
erzähle ich im Podcast bei Juli Scharnowski,
wie ich zurück zu mehr Freude, Leichtigkeit und Gelassenheit gefunden habe.
